Erfahrungsbericht 2

»Ich habe lange nach den richtigen Worten gesucht, die ausdrücken, was Yoga für mich bedeutet, wie es mir hilft und bisher geholfen hat.
Letztendlich kam ich zu dem Entschluss, dass ich das was ich beim Yoga empfinde nicht in Worte fassen kann.
Bevor ich angefangen hab Yoga zu machen, litt ich unter starken Depressionen, einem Wasch­zwang und selbstverletzendem Verhalten. Yoga ist keine gute Fee, die meine Pro­bleme wegzaubert aber es hilft mir morgens aus dem Bett zu kommen und in die Schule zu gehen. Es gibt mir Kraft meinen Alltag zu meistern, es stabilisiert mich, bei aufkom­menden Problemen bin ich viel gelassener, in der Schule kann mich etwas besser konzentrieren und ich habe mehr Selbstvertrauen. Durch Yoga habe ich überhaupt erst ein Gefühl davon bekommen, dass ich LEBE und dass es sich lohnt für dieses Leben zu kämpfen. Yoga hat mir auch geholfen, meinen Körper viel besser zu akzeptieren. Seitdem ich Yoga mache ist der Druck mich selbst zu verletzten nicht mehr so groß und ich habe oftmals das Bedürfnis meinem Körper etwas Gutes zu tun.
Was mir auch sehr geholfen hat/hilft, ist das es kein vorgeschriebenes Programm ist, sondern dass ich jede Stunde neu entscheiden kann was zur Zeit wichtig für mich ist. Wenn mir eine oder mehrere Übungen nicht möglich waren wurde dies immer akzeptiert oder/und nach möglichen Veränderungen gesucht. Dies hat es mir auch möglich gemacht, in jedem Zustand zu der Stunde zu kommen. Es wurden keine Erwartungen an mich gestellt und ich bin bis jetzt jedes Mal mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen. Nach jeder Yogastunde habe ich das Gefühl mich und meinen Körper ein bisschen mehr zu lieben.«